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17. September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Allergien und Essenswünsche zur Hochzeit abfragen: So wird die RSVP-Frage eindeutig

Beim herbstlichen Hochzeitsmenü treffen Kürbissuppe, Wildgericht und Dessertbuffet schnell auf vegane Ernährung, Nussallergien oder Unverträglichkeiten. Das Problem ist selten der Wunsch selbst, sondern eine zu vage RSVP-Frage. Wenn Ihr strukturiert abfragt und die Angaben richtig weitergebt, kann das Catering realistisch planen – und der Service weiß später, welcher Teller wohin gehört.

Nicht nur nach „Unverträglichkeiten“ fragen

Die Frage „Gibt es beim Essen etwas zu beachten?“ klingt freundlich, liefert aber Antworten wie „kein Fisch“, „möglichst leicht“ oder „ich esse fast alles“. Besser sind feste Auswahlmöglichkeiten: keine Besonderheiten, vegetarisch, vegan, Allergie oder Unverträglichkeit, religiöse Vorgabe und Sonstiges. Ergänzt nur bei den letzten drei Optionen ein Freitextfeld. So bleibt die Auswertung übersichtlich, ohne seltenere Anforderungen auszuschließen.

Eine Formulierung, die verwertbare Antworten liefert

Für ein RSVP-Formular funktioniert zum Beispiel: „Welches Menü benötigst Du?“ Darunter stehen die Auswahloptionen „Standard“, „vegetarisch“, „vegan“ und „anderes – bitte erläutern“. Bei Allergien könnt Ihr zusätzlich fragen: „Welches Lebensmittel muss vermieden werden, und müssen auch Spuren beziehungsweise Kreuzkontakte ausgeschlossen sein?“ Fragt nicht nach Diagnosen oder einer Krankengeschichte. Benötigt das Catering weitere Details, ist ein direkter Kontakt mit der betroffenen Person meist sinnvoller als ein langes Formular.

Jede Person einzeln erfassen

Ein Essenswunsch gehört immer zu einem eindeutigen Namen, nicht nur zu einer Einladung oder einem Haushalt. Bei Paaren, Familien und Begleitpersonen sollte deshalb jede Person eine eigene Auswahl erhalten. Fragt bei Kindern zusätzlich ab, ob sie das reguläre Menü, eine Kinderportion oder ein separates Kindergericht bekommen – „Kind“ allein sagt der Küche noch nichts.

Aus Antworten eine Catering-Liste machen

Übergebt dem Catering keine Screenshots aus Chats, sondern eine Tabelle mit Name, Menüart, konkreter Einschränkung, Tisch und gegebenenfalls Sitzplatz. Fasst Standard, vegetarisch und vegan zusätzlich als Mengen zusammen; Allergien und besondere Anforderungen bleiben einzeln aufgeführt. Legt fest, bis wann Änderungen noch berücksichtigt werden können. Nach der finalen Rückmeldung des Caterings sollten spontane Wünsche nur noch über eine verantwortliche Kontaktperson laufen, nicht über fünf parallele Familienchats.

Am Hochzeitstag diskret kennzeichnen

Klären solltet Ihr auch, wie der Service die richtigen Gäste erkennt: über einen Sitzplan, eine interne Serviceliste oder ein kleines Symbol auf der Rückseite der Platzkarte. Sichtbare Aufdrucke wie „ALLERGIE“ auf der Vorderseite sind unnötig und können unangenehm wirken. Bei freier Platzwahl oder einem Buffet braucht es eine andere Lösung, etwa klar beschriftete Speisen und eine ansprechbare Person vom Catering, die verbindlich Auskunft zu Zutaten und Kreuzkontakten geben kann.

Änderungen zentral kommunizieren

Online-RSVP-Formulare erleichtern die strukturierte Erfassung, besonders wenn jede eingeladene Person einzeln antworten kann. Nutzt Ihr eine Hochzeitswebsite – etwa passend zur fotografierten Einladung erstellt – könnt Ihr dort auch die Änderungsfrist und eine zentrale Kontaktmöglichkeit nennen. Entscheidend ist weniger das Tool als eine einzige verbindliche Datenquelle: Was nur in einer WhatsApp-Nachricht steht, landet erstaunlich leicht nicht in der Küchenliste.

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